Eine Woche Kinderheimleiterin?
Ich hatte es immer so verstanden, dass de Frauen die ganze Woche bei uns leben würden. Als ich aber mit der Kapitänin sprach, stellte sich heraus dass sie schon heute wieder abreisen, zum eigentlichen Kongresszentrum. Das hieß aber auch, dass die Kapitänin weg gehen würde. Das hieß wiederum, dass ich eine Woche allein sein würde mit den Kindern. Es machte mir eigentlich gar nicht so große Angst, weil ich oft alleine arbeite.
Der Arbeitstag war dann sehr stressig. Wenn die Kapitänin nicht da ist, testen die Kinder gerne die Grenzen aus und das ist echt anstrengend. Noch dazu kam, dass eines der Kinder nicht zur Schule gehen wollte. Vielleicht erinnert ihr euch noch an dieses Kind. Als es ins Kinderheim kam wollte es nie gehen und hat immer großes Theater gemacht. In letzter Zeit war das viel besser, doch an diesem Tag nicht. Schon auf dem Schulweg war sie weinerlich. Das ganze nahm seinen Höhepunkt in der Schule. Sie schmiss sich auf den Boden und wollte überhaupt nichts mehr machen. Die Direktorin holte das Mädchen ins Büro und sagte mir ich solle gehen.
Den Nachmittag hatte ich frei und ging in die Innenstadt, um schon einige Andenken zu kaufen. Ich war mal wirklich erfolgreich und kaufte viele Dinge. Erst spät kam ich wieder ins Heim zurück. Den Abend nutze ich noch mehr dazu mich auszuruhen. Doch um 9 Uhr musste ich erst die kleinen und um 10 Uhr dann die großen ins Bett bringen.
Der nächste Tag begann früh. Um 6 Uhr musste ich die Kinder wecken. Eigentlich war abgemacht, dass eines der Mädchen alle weckt, doch das funktionierte nicht. Also blieb es an mir hängen. Das Problem war, dass die Kinder nicht aufstehen wollten. Gerade auf eines der großen musste ich 10 Minuten einreden, bis es endlich aufstand. Danach konnte ich auch nicht mehr schlafen. Gleich begann die normale Arbeit. Durch den Schlafmangel stresste mich alles einfach 10fach. Den Vormittag half ich nicht viel mit und überließ der anderen Tía viel. Am Ende half ich noch einem Kind bei ihren Hausaufgaben, was mir echt Spaß machte. Am Nachmittag musste ich mich erholen. Ich er einfach nur fertig und konnte nicht mehr. Nach dem ich die Kinder von der Schule abgeholt hatte, hätte ich eigenlebig Schluss gehabt. Aber dadurch das ich praktisch im Kinderheim wohne, ist man nie richtig weg. Am Abend war auch kein Gottesdienst so dass die Kinder die gesamte Zeit um mich herum schwirrten.
Zwar hätte ich am Mittwoch ausschlafen können, aber musste natürlich auch an diesem Tag die Kinder wecken. Danach war an Schlaf nicht mehr zu denken und ich begann einige Dinge für Weihnachten vorzubereiten. Als ich dann begann zu arbeiten gab es enormen Stress. An diesem Tag mussten die Kinder alle ihre Hauswirtschaftlichenarbeiten einreichen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren noch nicht alle fertig und alle liefen Kreuz und quer durchs Heim. Am Ende hatten dann trotzdem fast alle Kinder alles fertig. Am Nachmittag musste ich mit der Psychologin reden. Dienstag Abend hatte mir eines der Kinder erzählt, dass es Streit zwischen den großen Mädchen gibt. Es wird schlecht übereinander geredet und miteinander schon garnicht. Das Kind wollte dass ich mit der Psychologin darüber rede und das tat ich natürlich. Es war ein der Interessantes, aber auch trauriges Gespräch. Wieder erfuhr ich ein paar mehr Geschichten der Kinder. Es zerriss mir schier da Herz zu hören, dass es wirklich Eltern und ganze Familien gibt, die den Kontakt Komplet verweigern, oder wo nicht einmal klar ist, wer die Familie ist. Am Ende redeten wir dann noch über meine Zeit hier. Ich erzählte ihr wie schwer es mir fallen wird, die Kinder allein zulassen und ich auf jeden Fall heulen werde. Sie sagte mir, dass ich meine Tränen zurückhalten sollte. Es macht alles nur noch schwerer für mich und auch für die Kinder. Ich habe das zwar verstanden, werde aber wahrscheinlich trotzdem weinen müssen. Der Abend verging dann ruhiger als gedacht. Nach dem auch die großen um 10 Uhr im Bett waren, hatte ich endlich Feierabend.
Doch nach gerade einmal 8 Stunden hieß es schon wieder: Kinder wecken. Meine Kraft schien zu Ende, aber es stand ein ganzer Tag vor mir. Die ersten paar Stunden waren einfach nur anstrengend. Ich merkte wie gestresst ich war und es tat mir leid, dass man mir das angemerkt hat. Um ein bisschen runter zu kommen, entschied ich mich dazu der Bürofrau zu helfen. Zwei der Kinder hatten immer noch nicht ihren Schal (Hauswirtschaftlichenarbeit) fertig gestrickt. Donnerstag war der letzte Abgabe Tag und so begannen wir die Arbeit fertigzustellen. Nach über 2 Stunden, waren wir endlich fertig und mein Gehirn nur noch Matsch. Aber es war zum Glück schon Zeit für die Schule. Den Nachmittag verbrachte ich wieder damit mich auszuruhen. Zum Glück kam auch die andere Tía aus Holland, die einmal die Woche kommt. Der Abend wurde trotzdem richtig stressig. Als die Kinder wieder da waren, ging ich auf mein Zimmer. Doch alle zwei Sekunden klopfte es an meiner Tür, mit Feierabend war es damit gelaufen. Als ich dann die kleinen Kinder ins Bett gebracht hatte, wurde es ruhiger. Wieder lag ein 13 Stunden Tag hinter mir. Als ich in meinem Zimmer war, konnte ich nicht mehr geradeaus denken und ging ins Bett.
Zwar war Freitag mein freier Tag, aber die Kinder standen natürlich trotzdem nicht alleine auf. Als war um 6 Uhr nichts mehr mit Schlaf. Zwar standen alle Kinder auf, aber danach konnte ich auch nicht mehr schlafen. Den Morgen verbrachte ich damit, um mich wenigstens noch ein bisschen auszuruhen.
Am Vormittag kaufte ich dann endlich mein Flugticket für meine Reise nach La Paz. Wer es noch nicht weiß: ab nächste Woche übersetze ich für ein Mann aus Deutschland, der durch Bolivien reisen wird. Ihr könnt euch freuen über die Berichte.
Am Nachmittag ging ich nach langer Zeit endlich mal wieder auf den Markt. Ich fühlte fast etwas unwohl. Ich muss wieder öfter dort hingehen, damit es wieder normal wird. Ich finde mich auch nicht mehr so gut zurecht. 10 Minuten suchte ich den Teil mit den holzwaren und gab dann auf. Als ich am Abend wieder ins Heim kam, waren die Frauen vom heimbundkogress wieder da. De Kapitänin allerdings, war noch nicht wieder da und würde auch bis Sonntag nicht wieder kommen. Das machte den Abend gleich doppelt so anstrengend. Auf der einen Seite wollten natürlich die Kinder die ganze Zeit was, aber nun auch wieder die Frauen. Ich war erschöpft und meine Kraft Reserven schienen nun wirklich am Ende zu sein. Doch noch fehlte ein ganzer Tag.
Sonntag, 13. November 2016
Freitag, 11. November 2016
10. November 2016
Am Sonntag morgen kamen dann die Frauen an, die für die Zeit des Kongresses bei uns übernachten sollten. Sie bezogen meine Wohnung und auch einen anderen Raum unter meiner Wohnung. Eigentlich veränderte das den Tag nicht so richtig. Es war ganz normal Gottesdienst. Wir haben im Kindergottesdienst die Kleingruppen gewechselt. Meine "Gruppe" besteht jetzt aus einem Kind. Mir ist da eigentlich ganz recht, weil es das echt entspannt macht. Als wir in die Kleingruppen gehen wollte, war klar es gibt kein Thema. Ich musste mir mal wieder schnell etwas ausdenken. Ich fragte sie, ob sie fragen zum Glauben hätte. Schon nach 10 Minuten hatten wir ihre einzige Frage (wie hat Gott den Menschen erschaffen?) beantwortet. Weil wir die letzten Wochen über den Himmel geredet hatten, sprachen wir noch eine weile darüber. Vor allem darüber, dass alle unsere Tränen abgewischt werden. Das ist für diese Kinder so wichtig zu wissen.
Den Rest des Tages verbrachte ich vor allem damit, den Frauen zu erklären wo der nächste Supermarkt ist.
Nach dem letzten Gottesdienst am Abend, ging ich auf mein Zimmer. Kurz darauf wurde ich schon wieder von einer der Frauen gerufen. Sie wollte wissen was mit dem Frühstück ist. Ich hatte natürlich keine Ahnung und war froh dass die Kapitänin da war. Ich glaube die Frauen dachten ICH bin die Offizierin hier 😄
Den Rest des Tages verbrachte ich vor allem damit, den Frauen zu erklären wo der nächste Supermarkt ist.
Nach dem letzten Gottesdienst am Abend, ging ich auf mein Zimmer. Kurz darauf wurde ich schon wieder von einer der Frauen gerufen. Sie wollte wissen was mit dem Frühstück ist. Ich hatte natürlich keine Ahnung und war froh dass die Kapitänin da war. Ich glaube die Frauen dachten ICH bin die Offizierin hier 😄
4. November 2016
Donnerstag Vormittag mussten wir dann weiter aufbauen für die Frauen. Nicht nur in meiner Wohnung sollten Frauen übernachten, sondern auch im Spiele- bzw. Hausaufgabenraum. Betten mussten aufgebaut werden und die Kinder mussten das gesamte Gelände putzen. Ich war echt müde, was es sehr anstrengend machte.
Am Nachmittag wusch ich wie immer mit einem der Kinder das Geschirr ab. Mal wieder kam es zu einer Wasserschlacht. Dieses Mal übertrieben die Kinder es aber, sodass ich am Ende einfach komplett nass war, aber wir hatten richtig Spaß. Habe ich euch eigentlich schon erzählt, dass die große wieder mit mir redet. Ich weiß gar nicht so richtig was passiert ist, aber seit Dienstag redet sie wieder mit mir und es ist so wie davor. Vielen Dank für euer Gebet!
Am späten Nachmittag musste ich dann meine Wohnung räumen und in mein Zimmer von der ersten Zeit ziehen. Es war wieder ein ganz anderes Gefühl. Ich fühlte mich eingeengt und wusste nicht was ich machen sollte. In meiner Wohnung kann ich immer mal wieder an andere Orte setzen, aber in dem kleinen Zimmer geht das natürlich nicht. Ich habe keine Ahnung wie ich die Woche überstehen soll. Schon früh am Abend ging ich schlafen, weil ich Nicht wusste was ich tun sollte.
Zwar hatte ich am nächsten Tag frei, wachte aber trotzdem um 6 Uhr auf. Ich lebe nun wieder direkt im Heim und bekomme alles mit. Ich blieb trotzdem erstmal liegen und versuchte wenigstens noch ein bisschen zu schlafen. Um 10 Uhr ging ich dann einkaufen und noch ein bisschen in der Stadt spazieren. Als ich wieder ins Heim kam, war es erst kurz nach 12 Uhr. Ich war aber so müde, dass ich mich noch mal hinlegte. Den Nachmittag verbrachte ich vor allem damit endlich mal wieder etwas deutsches Fernsehen zu schauen, was echt lustig war. Am späten Nachmittag ging ich dann noch etwas in den Park, um nicht verrückt zu werden im Heim.
Als ich zurück ins Heim kam, waren wieder einige freiwillige Helfer einer Schule gekommen und halfen den Kindern bei ihren Hausaufgaben. Danach unterhielt ich mich noch lange mit ihnen, über die Zustände im Heim. Ich bin so glücklich, wie gut mein Spanisch nun ist. Ohne Probleme unterhielten wir uns über eine Stunde auf spanisch. Auch wenn es nicht mehr viel Zeit ist, wird es glaube ich noch mal besser werden.
Am Nachmittag wusch ich wie immer mit einem der Kinder das Geschirr ab. Mal wieder kam es zu einer Wasserschlacht. Dieses Mal übertrieben die Kinder es aber, sodass ich am Ende einfach komplett nass war, aber wir hatten richtig Spaß. Habe ich euch eigentlich schon erzählt, dass die große wieder mit mir redet. Ich weiß gar nicht so richtig was passiert ist, aber seit Dienstag redet sie wieder mit mir und es ist so wie davor. Vielen Dank für euer Gebet!
Am späten Nachmittag musste ich dann meine Wohnung räumen und in mein Zimmer von der ersten Zeit ziehen. Es war wieder ein ganz anderes Gefühl. Ich fühlte mich eingeengt und wusste nicht was ich machen sollte. In meiner Wohnung kann ich immer mal wieder an andere Orte setzen, aber in dem kleinen Zimmer geht das natürlich nicht. Ich habe keine Ahnung wie ich die Woche überstehen soll. Schon früh am Abend ging ich schlafen, weil ich Nicht wusste was ich tun sollte.
Zwar hatte ich am nächsten Tag frei, wachte aber trotzdem um 6 Uhr auf. Ich lebe nun wieder direkt im Heim und bekomme alles mit. Ich blieb trotzdem erstmal liegen und versuchte wenigstens noch ein bisschen zu schlafen. Um 10 Uhr ging ich dann einkaufen und noch ein bisschen in der Stadt spazieren. Als ich wieder ins Heim kam, war es erst kurz nach 12 Uhr. Ich war aber so müde, dass ich mich noch mal hinlegte. Den Nachmittag verbrachte ich vor allem damit endlich mal wieder etwas deutsches Fernsehen zu schauen, was echt lustig war. Am späten Nachmittag ging ich dann noch etwas in den Park, um nicht verrückt zu werden im Heim.
Als ich zurück ins Heim kam, waren wieder einige freiwillige Helfer einer Schule gekommen und halfen den Kindern bei ihren Hausaufgaben. Danach unterhielt ich mich noch lange mit ihnen, über die Zustände im Heim. Ich bin so glücklich, wie gut mein Spanisch nun ist. Ohne Probleme unterhielten wir uns über eine Stunde auf spanisch. Auch wenn es nicht mehr viel Zeit ist, wird es glaube ich noch mal besser werden.
4. November 2016
Dienstag
Am Dienstag hatten die kleinen keine Schule, weil ja Allerheiligen war. Das machte den Morgen sehr entspannt und ich spielte viel mit den Kindern. Nach dem Mittagessen mussten die Kinder dann putzen. Die andere Tía half den kleinen und ich passte vor allem in der Küche auf. Leider mussten wir in den letzten Wochen immer wieder erleben, dass Lebensmittel aus der Vorratskammer geklaut wurden. Zum Glück versuchten die Kinder nichts zu klauen, sodass ich mich nicht unbeliebt machen musste. Am Ende wurde es ganz schön stressig. Ich hatte noch einiges zu tun an diesem Nachmittag und die Zeit wurde knapp. Noch dazu kam, dass Bauarbeiter kamen die irgendwelche Geräte abholen wollten. Ich wusste garnicht was sie wollten und musste so die Kapitänin rufen.
Nach dem Gottesdienst am Abend, wollte ich den Tag dann eigentlich noch ruhig ausklingen lassen, daraus wurde aber nicht. Ich saß auf meinem Sofa, als ich im Augenwinkel wieder den Riesen Schmetterling sah. Er war als doch nicht verschwunden, sondern hatte sich irgendwo versteckt. Ich bekam richtig Angst. Ich machte die Tür von meine Küche zu, um ihn dort erstmal einzusperren. Als ich ihn sah, erschrak ich mich noch mehr. Er hatte bestimmt eine Flügelspannweite von 20 cm. Mit einem Besen versuchte ich ihn aufzuscheuchen, sodass er dann raus fliegt. Erst nach vielen Versuchen geschah das endlich und ich atmete auf. Ich muss sagen, ich hatte noch nie soviel Angst vor einem Tier.
Am nächsten Tag war dann für alle Feiertag (Allerheiligen geht hier anscheinend zwei Tage). Ich hätte zwar ausschlafen können, aber kurz nach 8 Uhr brüllten die Kinder mal wieder meinen Namen. Am Ende konnte ich ihnen nicht mal helfen, weil ich selbst keine Ahnung hatte. Als ich dann arbeiten ging gab es das nächste Problem. Wir durften im hinteren Teil des Heimes, kein Wasser in die Ausgüsse kippten, also auch nicht in den Duschen. Die Kinder waren aber kreativer als ich. Kurzerhand holten sie die alte Badewanne raus, machten sie sauber und gingen baden. Für das Mittagessen hatte sich die Kapitänin etwas besonderes ausgedacht. Statt im Heim zu essen, gingen wir in ein Restaurant. Am Ende war es dann zwar doch nur ein fastfood Restaurant wie mc Donalds, aber die Kinder freuten sich. Danach gingen wir noch in den Park. Es war echt schön die Kinder und auch die Kapitänin so glücklich zu sehen.
Am Nachmittag musste ich dann meine Wohnung aufräumen. Nächste Woche ist hier Heimbund Kongress (Kongress für Frauen) und ich muss meine Wohnung räumen, weil dort Frauen übernachten werden. Bis in den späten Abend räumte ich auf. Das ganze natürlich ohne Wasser in die Ausgüsse zu kippen. Ich war froh, als ich endlich fertig war.
Am Dienstag hatten die kleinen keine Schule, weil ja Allerheiligen war. Das machte den Morgen sehr entspannt und ich spielte viel mit den Kindern. Nach dem Mittagessen mussten die Kinder dann putzen. Die andere Tía half den kleinen und ich passte vor allem in der Küche auf. Leider mussten wir in den letzten Wochen immer wieder erleben, dass Lebensmittel aus der Vorratskammer geklaut wurden. Zum Glück versuchten die Kinder nichts zu klauen, sodass ich mich nicht unbeliebt machen musste. Am Ende wurde es ganz schön stressig. Ich hatte noch einiges zu tun an diesem Nachmittag und die Zeit wurde knapp. Noch dazu kam, dass Bauarbeiter kamen die irgendwelche Geräte abholen wollten. Ich wusste garnicht was sie wollten und musste so die Kapitänin rufen.
Nach dem Gottesdienst am Abend, wollte ich den Tag dann eigentlich noch ruhig ausklingen lassen, daraus wurde aber nicht. Ich saß auf meinem Sofa, als ich im Augenwinkel wieder den Riesen Schmetterling sah. Er war als doch nicht verschwunden, sondern hatte sich irgendwo versteckt. Ich bekam richtig Angst. Ich machte die Tür von meine Küche zu, um ihn dort erstmal einzusperren. Als ich ihn sah, erschrak ich mich noch mehr. Er hatte bestimmt eine Flügelspannweite von 20 cm. Mit einem Besen versuchte ich ihn aufzuscheuchen, sodass er dann raus fliegt. Erst nach vielen Versuchen geschah das endlich und ich atmete auf. Ich muss sagen, ich hatte noch nie soviel Angst vor einem Tier.
Am nächsten Tag war dann für alle Feiertag (Allerheiligen geht hier anscheinend zwei Tage). Ich hätte zwar ausschlafen können, aber kurz nach 8 Uhr brüllten die Kinder mal wieder meinen Namen. Am Ende konnte ich ihnen nicht mal helfen, weil ich selbst keine Ahnung hatte. Als ich dann arbeiten ging gab es das nächste Problem. Wir durften im hinteren Teil des Heimes, kein Wasser in die Ausgüsse kippten, also auch nicht in den Duschen. Die Kinder waren aber kreativer als ich. Kurzerhand holten sie die alte Badewanne raus, machten sie sauber und gingen baden. Für das Mittagessen hatte sich die Kapitänin etwas besonderes ausgedacht. Statt im Heim zu essen, gingen wir in ein Restaurant. Am Ende war es dann zwar doch nur ein fastfood Restaurant wie mc Donalds, aber die Kinder freuten sich. Danach gingen wir noch in den Park. Es war echt schön die Kinder und auch die Kapitänin so glücklich zu sehen.
Am Nachmittag musste ich dann meine Wohnung aufräumen. Nächste Woche ist hier Heimbund Kongress (Kongress für Frauen) und ich muss meine Wohnung räumen, weil dort Frauen übernachten werden. Bis in den späten Abend räumte ich auf. Das ganze natürlich ohne Wasser in die Ausgüsse zu kippen. Ich war froh, als ich endlich fertig war.
2. November 2016
Schon vor Wochen hatten eines der großen Kinder gefragt, ob ich letzten Sonntag zu einer Tanzveranstaltung von ihrer Schule gehen will. Natürlich wollte ich und freute mich auch schon sehr. Es ist für mich sehr wichtig auch die großen bei solchen Events zu unterstützen, weil sehr selten jemand aus dem Heim mit den großen zu solchen Veranstaltungen geht.
An diesem Morgen sagte mir eines der Mädchen, dass es um 8:30 Uhr beginnen würde. Für mich war klar, dass es später beginnen würde, also ging ich später los. Das war ein Fehler. Als ich um 9:00 Uhr ankam, hatten sie bereits begonnen. Ich kam gerade pünktlich zum ersten Tanz. Die Veranstaltung war dann echt schön. Ich liebe die ganzen Tänze die es hier gibt, auch wenn ein paar ganz schön gruselig sind und sie meistens was mit Götterverehrung zu tun hat. Ich war auch stolz die drei großen tanzen zu sehen. Auch cool fand ich, dass sogar die Direktorin bei einem Tanz mittanzte und das echt gut. Nach der zwei stündigen Veranstaltung, lief ich mit einem der Mädchen nach Hause. Weder zurück gingen wir für den Rest der Zeit noch in den Gottesdienst.
Der Beginn des Nachmittags verging sehr ruhig. Ich hätte zwar einiges zutun gehabt, hatte aber nicht wirklich Lust. Als ich noch einmal ins Heim ging, um ein paar Sachen zu erledigen, kontrolliert ich auch eine Strafarbeit eines Kindes. Weil ich mir nicht ganz sicher war ob sie die Aufgaben alleine gemacht hatte, gab ich ihr noch einmal Aufgaben (die Nummern bis 100 schreiben). Daraufhin rastete sie so aus, wie ich noch nie ein Kind ausrasten gesehen habe. Sie schmiss sich auf den Boden und begann mich zu treten. Immer wieder schrie sie, dass sie die Zahlen nicht könne. Mir war aber klar, dass das keine schwere Aufgabe für sie war. Ungefähr eine halbe Stunde kämpfte ich mit ihr. Am Ende setzte sie sich hin und schrieb die Zahlen in 5 Minuten auf.
Der Gottesdienst am Abend war sehr schön. Es waren mal wieder erstaunlich viele Leute da und auch sonst gefiel mir der Ablauf.
In dieser Nacht konnte ich überhaupt nicht schlafen. Ich hörte in meiner Decke ein trappeln. Für mich war klar das müssen Ratten sein. Ich bekam richtig Angst. Nur für einige Stunden konnte ich schlafen, weil mich das trappeln wach hielt. In den Morgenstunden kam mir die ganze Sache ein bisschen komisch vor. Für Ratten hörte sich es komisch an. Und dann sah ich ihn: ein riesiger Nachtfalter! Ich bekam richtig Angst und traute mich nicht unter meinem Mückennetz hervor. Für nur wenige Stunden konnte ich danach schlafen. Am nächsten morgen war er nicht mehr da und ich war etwas erleichtert. Nirgendwo konnte ich ihn finden.
Der Arbeitstag war durch meinen Schlafmangel echt anstrengend. Ich war einfach nur müde und konnte nicht geradeaus denken. Außerdem hatten wir immer noch das Problem, dass wir kein Wasser in den Ausguss kippen durften. Dadurch wurde die Situation mit dem duschen sehr interessant und richtig anstrengend. Ich war froh, als ich danach nach Hause gehen durfte. An diesem Nachmittag räumte ich meine komplette Wohnung auf. Ohne Wasser zu benutzen, war das echt anstrengend. Danach war ich komplett fertig. Beim aufräumen hatte ich eine SD-Karte gefunden. Am Abend schaute ich mir die Bilder darauf an. Es war so toll die Bilder von meinen ersten Monaten zu sehen. Danach war mir klar ich muss noch viel mehr Fotos machen.
Am Abend ging ich mit ein bisschen Angst ins Bett, wegen dem Nachtfalter. Aber er kam nicht zurück!
An diesem Morgen sagte mir eines der Mädchen, dass es um 8:30 Uhr beginnen würde. Für mich war klar, dass es später beginnen würde, also ging ich später los. Das war ein Fehler. Als ich um 9:00 Uhr ankam, hatten sie bereits begonnen. Ich kam gerade pünktlich zum ersten Tanz. Die Veranstaltung war dann echt schön. Ich liebe die ganzen Tänze die es hier gibt, auch wenn ein paar ganz schön gruselig sind und sie meistens was mit Götterverehrung zu tun hat. Ich war auch stolz die drei großen tanzen zu sehen. Auch cool fand ich, dass sogar die Direktorin bei einem Tanz mittanzte und das echt gut. Nach der zwei stündigen Veranstaltung, lief ich mit einem der Mädchen nach Hause. Weder zurück gingen wir für den Rest der Zeit noch in den Gottesdienst.
Der Beginn des Nachmittags verging sehr ruhig. Ich hätte zwar einiges zutun gehabt, hatte aber nicht wirklich Lust. Als ich noch einmal ins Heim ging, um ein paar Sachen zu erledigen, kontrolliert ich auch eine Strafarbeit eines Kindes. Weil ich mir nicht ganz sicher war ob sie die Aufgaben alleine gemacht hatte, gab ich ihr noch einmal Aufgaben (die Nummern bis 100 schreiben). Daraufhin rastete sie so aus, wie ich noch nie ein Kind ausrasten gesehen habe. Sie schmiss sich auf den Boden und begann mich zu treten. Immer wieder schrie sie, dass sie die Zahlen nicht könne. Mir war aber klar, dass das keine schwere Aufgabe für sie war. Ungefähr eine halbe Stunde kämpfte ich mit ihr. Am Ende setzte sie sich hin und schrieb die Zahlen in 5 Minuten auf.
Der Gottesdienst am Abend war sehr schön. Es waren mal wieder erstaunlich viele Leute da und auch sonst gefiel mir der Ablauf.
In dieser Nacht konnte ich überhaupt nicht schlafen. Ich hörte in meiner Decke ein trappeln. Für mich war klar das müssen Ratten sein. Ich bekam richtig Angst. Nur für einige Stunden konnte ich schlafen, weil mich das trappeln wach hielt. In den Morgenstunden kam mir die ganze Sache ein bisschen komisch vor. Für Ratten hörte sich es komisch an. Und dann sah ich ihn: ein riesiger Nachtfalter! Ich bekam richtig Angst und traute mich nicht unter meinem Mückennetz hervor. Für nur wenige Stunden konnte ich danach schlafen. Am nächsten morgen war er nicht mehr da und ich war etwas erleichtert. Nirgendwo konnte ich ihn finden.
Der Arbeitstag war durch meinen Schlafmangel echt anstrengend. Ich war einfach nur müde und konnte nicht geradeaus denken. Außerdem hatten wir immer noch das Problem, dass wir kein Wasser in den Ausguss kippen durften. Dadurch wurde die Situation mit dem duschen sehr interessant und richtig anstrengend. Ich war froh, als ich danach nach Hause gehen durfte. An diesem Nachmittag räumte ich meine komplette Wohnung auf. Ohne Wasser zu benutzen, war das echt anstrengend. Danach war ich komplett fertig. Beim aufräumen hatte ich eine SD-Karte gefunden. Am Abend schaute ich mir die Bilder darauf an. Es war so toll die Bilder von meinen ersten Monaten zu sehen. Danach war mir klar ich muss noch viel mehr Fotos machen.
Am Abend ging ich mit ein bisschen Angst ins Bett, wegen dem Nachtfalter. Aber er kam nicht zurück!
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| Auf Schmetterlingsjagd |
31. Oktober 2016
Der Morgen begann recht entspannt. Eine der freiwilligen kam, um mit einigen Kindern zu einem Event zu gehen. Außerdem mussten die drei größten in die Schule. Am Ende blieben wir mit 11 Kindern im Heim. Dadurch war das putzen viel entspannter. Die Kinder machten ihre Aufgaben und wuschen danach gleich ihre Wäsche. Da im Heim gerade an den Rohren gearbeitet wird, durfte nach dem Mittagessen kein Wasser mehr in die Ausgüsse gekippt werden. Das hieß auch für mich, mal wieder ohne Wasser in meiner Wohnung.
Am Nachmittag durften die Kinder Fernsehen. Weil eines der Kinder sich die Woche schlecht benommen hatte, schrieb ich einige Matheaufgaben für sie auf. Es war wirklich nichts schweres und sie hätte in einer Stunde fertig sein können. Stattdessen aber, weinte und schrie sie rum und machte genau das was sie nicht machen sollte. Es war echt anstrengend und meine Kraft schien viel zu klein dafür.
Am Abend gingen wir auf einen Lobpreisabend. Zu Beginn fand ich es etwas langweilig, weil viel gelabert wurde. Aber nach einiger Zeit, wurde es echt genial. Der südamerikanisch, mit Liedern im Samba Stil. Die traditionell gekleideten Frauen tanzten vor der Bühne und allgemein war es eine Riesen Party. Nach diesem Abend habe ich voll Bock Samba zu lernen. Die Jugendlichen aus meiner Gemeinde fand ich echt etwas langweilig, fast so steif wie deutsche 😉. Selbst nach drei Stunden war es noch nicht zu Ende, aber wir entschieden uns zu gehen.
Der Abend war einfach nur genial. Ich liebe das Temperament der Südamerikaner. Wundert euch nicht wenn ich wieder in Deutschland bin und im Lobpreis richtig abgehe... 😄 Das ist normal!
Am Nachmittag durften die Kinder Fernsehen. Weil eines der Kinder sich die Woche schlecht benommen hatte, schrieb ich einige Matheaufgaben für sie auf. Es war wirklich nichts schweres und sie hätte in einer Stunde fertig sein können. Stattdessen aber, weinte und schrie sie rum und machte genau das was sie nicht machen sollte. Es war echt anstrengend und meine Kraft schien viel zu klein dafür.
Am Abend gingen wir auf einen Lobpreisabend. Zu Beginn fand ich es etwas langweilig, weil viel gelabert wurde. Aber nach einiger Zeit, wurde es echt genial. Der südamerikanisch, mit Liedern im Samba Stil. Die traditionell gekleideten Frauen tanzten vor der Bühne und allgemein war es eine Riesen Party. Nach diesem Abend habe ich voll Bock Samba zu lernen. Die Jugendlichen aus meiner Gemeinde fand ich echt etwas langweilig, fast so steif wie deutsche 😉. Selbst nach drei Stunden war es noch nicht zu Ende, aber wir entschieden uns zu gehen.
Der Abend war einfach nur genial. Ich liebe das Temperament der Südamerikaner. Wundert euch nicht wenn ich wieder in Deutschland bin und im Lobpreis richtig abgehe... 😄 Das ist normal!
29. Oktober 2016
Donnerstag war meine Kraft für diese Woche schon lange aufgebraucht. Die Kinder benehmen sich trotzdem schlecht und machten überhaupt nicht das was sie sollten. Sie fragte Dinge wo ich mich nur fragte, wo sie ihr Gehirn liegen gelassen haben. Außerdem war ihnen nichts recht. Alle Möglichkeiten der Beschäftigung die ich ihnen gab, waren blöd oder langweilig. Außerdem weinte bzw. schrie eines der Kinder, sodass ich Kopfschmerzen bekam. Ich weiß nicht mal wirklich was passiert war. Irgendetwas war mit der Kapitänin vorgefallen. Ich versuchte mich ein bisschen raus zu ziehen aus der Arbeit, weil ich merkte dass nichts mehr ging. Mich nervte einfach alles und ich war einfach nur sauer auf die Kinder. Ich war froh, als ich ein bisschen in der Küche helfen konnte und auch die Bürofrau Hilfe brauchte. Nachdem de Kinder in der Schule waren, war ich einfach nur froh. Ich ging erst mal kurz nach Hause und ruhte mich aus. Nach einer Stunde kam ich wieder ins Heim und sah, dass die Kinder schon wieder da waren. Es war gar kein Unterricht gewesen sondern irgendeine Verleihung von Fördermitteln.
Es blieb trotzdem recht ruhig. Die meisten Kinder schauten Fernsehen und die anderen machten Ihre Hauswirtschaftlichenarbeiten weiter. Ich motivierte die Kinder ein bisschen indem ich Disney Musik anmachte.
Am Abend hatte die Kapitänin mich gebeten mit einem der Mädchen zum Kinderarzt zu gehen. Das war natürlich kein Problem. Der Kinderarzt ist auch genau gegenüber. Nach dem er 1 Stunde zu spät aufmachte und wir dann noch warten mussten, waren endlich wir dran. Das Mädchen wurde untersucht und es wurde ein ärztlicher Bericht erstellt. Da Kind ist erst dieses Jahr zu uns gekommen, mit 15 Kilogramm. Für ihr alter ein sehr starkes Untergewicht. Man sieht ihr an, dass sie zugenommen hat, aber sie ist immer noch außerhalb der Tabelle für das Gewicht (sie wiegt jetzt 18,5 kg). Außerdem bekam sie noch Medikamente, weil sie einen Magenenzündung hat, oder Würmer oder so. Hab ich nicht ganz verstanden. Als wir wieder im Heim waren, war es schon 21:00 Uhr. Ich viel zu Hause einfach nur noch aufs Sofa und war sehr froh, dass diese Woche vorbei war.
Freitag
Auch wenn ich ausschlafen hätte können, wachte ich um 8 Uhr auf. Ich holte mir Brötchen und frühstückte lange. Am Nachmittag ging ich dann in die Stadt. Ich wollte nach Schuhen schauen. Ich habe im Moment nur meine Chucks und meine Flipflops. Flipflops darf man hier nur zu Hause anziehen, warum auch immer. Die Chucks sind mir jetzt bei den Temperaturen echt zu warm und immer Socken waschen will ich auch nicht. Deswegen kaufte ich mir zwei paar Sommerschuhe für umgerechnet 10€. Zu Hause merkte ich dann, dass mir das eine paar eigentlich gar nicht so richtig gefiel, das andere aber umso mehr. Den Rest des Tages verbrachte ich damit mich einfach auszuruhen und Kraft für die nächste Woche zu tanken.
Es blieb trotzdem recht ruhig. Die meisten Kinder schauten Fernsehen und die anderen machten Ihre Hauswirtschaftlichenarbeiten weiter. Ich motivierte die Kinder ein bisschen indem ich Disney Musik anmachte.
Am Abend hatte die Kapitänin mich gebeten mit einem der Mädchen zum Kinderarzt zu gehen. Das war natürlich kein Problem. Der Kinderarzt ist auch genau gegenüber. Nach dem er 1 Stunde zu spät aufmachte und wir dann noch warten mussten, waren endlich wir dran. Das Mädchen wurde untersucht und es wurde ein ärztlicher Bericht erstellt. Da Kind ist erst dieses Jahr zu uns gekommen, mit 15 Kilogramm. Für ihr alter ein sehr starkes Untergewicht. Man sieht ihr an, dass sie zugenommen hat, aber sie ist immer noch außerhalb der Tabelle für das Gewicht (sie wiegt jetzt 18,5 kg). Außerdem bekam sie noch Medikamente, weil sie einen Magenenzündung hat, oder Würmer oder so. Hab ich nicht ganz verstanden. Als wir wieder im Heim waren, war es schon 21:00 Uhr. Ich viel zu Hause einfach nur noch aufs Sofa und war sehr froh, dass diese Woche vorbei war.
Freitag
Auch wenn ich ausschlafen hätte können, wachte ich um 8 Uhr auf. Ich holte mir Brötchen und frühstückte lange. Am Nachmittag ging ich dann in die Stadt. Ich wollte nach Schuhen schauen. Ich habe im Moment nur meine Chucks und meine Flipflops. Flipflops darf man hier nur zu Hause anziehen, warum auch immer. Die Chucks sind mir jetzt bei den Temperaturen echt zu warm und immer Socken waschen will ich auch nicht. Deswegen kaufte ich mir zwei paar Sommerschuhe für umgerechnet 10€. Zu Hause merkte ich dann, dass mir das eine paar eigentlich gar nicht so richtig gefiel, das andere aber umso mehr. Den Rest des Tages verbrachte ich damit mich einfach auszuruhen und Kraft für die nächste Woche zu tanken.
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